Die Sportvereinigung war bereits in den 70er Jahren ein im Stuttgarter Osten gut eingeführter Sportverein mit verschiedenen Abteilungen wie Fußball, Schwimmen, Turnen und Ringen. Abteilungen die gut zu dem gesellschaftlichen Hintergrund als „Arbeiterverein“ passten.

Im Jahre 1974 brachte Ewald Oppenländer im Vereinsvorstand die Idee der Gründung einer Tennisabteilung vor. Hier stieß er auf große Ablehnung, denn den Sport der „Großkopfeten“ wollten zunächst viele Mitglieder nicht im Verein haben. Doch Beharrlichkeit führte auch hier zum Erfolg. Nach vielen Gesprächen mit dem Vereinsvorstand, dem Sportamt der Stadt Stuttgart und dem Württembergischen Tennisverband wurde am 1. März 1976 die Genehmigung zur Erstellung einer Tennisanlage mit 3 Tennisplätzen erteilt, am 29. April des darauf folgenden Jahres begannen die Bauarbeiten durch die Fa. Bücheler und im Mai 1977 wurde offiziell die Tennisabteilung als eine weitere Abteilung der Spvgg Stuttgart-Ost gegründet. Abteilungsleiter wurde, wie konnte es anders sein, Ewald Oppenländer.

Nach einem Jahr Bauzeit wurde die Anlage fertiggestellt und am 3. Juni 1978 offiziell eingeweiht. Das Eröffnungsspiel bestritt Herr Haas, Chef des Sportamtes, mit seiner Gattin.

Die Gesamtkosten der Anlage beliefen sich auf etwa DM 168.000,-. In der damaligen Zeit eine große Summe. Die Mitglieder brachten den Großteil der finanziellen Mittel ein und halfen auch mit Eigenleistungen. Das Sportamt gab einen Zuschuß über DM 30.000,-. Für den noch erforderlichen Kredit über DM 30.000,- konnten H. Schönenberger und E. Oppenländer als Bürgen gewonnen werden. So konnte die Tennisabteilung die gesamte Finanzierung der Anlage selbständig erledigen.

Die Idee Ewald Oppenländers war in diesen Jahren visionär, denn damals war der Tennisboom in Deutschland noch nicht ausgebrochen. Boris Becker gewann Wimbledon erst 7 Jahre später, aber der Verein war auf jeden Fall für den kommenden regen Zuspruch gewappnet.

Tennisanlage1977 FILEminimizer